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Leben erwacht
Leben ist erwachen – das Ego und somit das Ich, die Dualität sterben lassen – erwachen in paradiesischer Natur, das sich Leben nennt.
Unser Wollen ist nicht unser Wollen, unsere Meinung nicht unsere Meinung und all das was wir als Wissen bezeichnen, ist kein Wissen – wir glauben, meinen, stellen uns vor, dass es so ist, dass die Dinge so wären.
Wir erschaffen uns also eine Welt aus Vorstellungen, also aus Fiktionen und Illusionen und kreieren uns dadurch eine Scheinwelt. Also ein Nichtleben, eine Nichtnatur und erklären diese zu unserer Wahrheit, zur Realität. zur Wirklichkeit – wir identifizieren uns also mit einem Schein, einer Welt des Scheins, einer Welt die nicht existiert.
Und diese Welt, ist Welt des Egos, ist die Welt der Vorstellung vom Ich, von Dualität, also von Trennung. Solange wir uns mit dieser Illusion, dieser Nichtexistenz vom Ich und somit der Dualität identifizieren, sind wir Sklaven, Gefangene des Egos – Spielbälle in einem grausamen Spiel, umher irrende Funktionierende, verwirrte Aktionisten, leidvolle Kreaturen, sind wir verblendet, manipuliert, konditioniert durch Religionen, Ideologien, Wissenschaften, durch Gewohnheiten, Traditionen, Lehren, Theorien, Erklärungen, Normen, Gesetze, Pflichten....
Also, das was wir als Leben, als Natur definieren, ist nicht Leben, ist nicht Natur – Leben, Natur ist soviel mehr, ist mit dem Ego nicht zu erfassen, liegt ausserhalb unserer Vorstellungskraft, hat mit glauben nichts zu tun – und somit ist unsere sogenannte Wirklichkeit, Wahrheit, unsere Realität und Normalität, nichts anderes als ein Phantasiegebilde, das aus verwirrten Köpfen entsprungen ist, oder etwas derber ausgedrückt, ein stinkender, Angst und Schrecken verbreitender Haufen Müll und Schrott.
Und somit ist unsere Alltagswelt, unser Alltagsleben nicht das Leben, hat all das nicht wirklich etwas mit Leben zu tun. Leben lässt sich nicht reduzieren, teilen, trennen – nicht in Beruf und Freizeit, nicht reduzieren zu einem Geschäft, nicht zu einer alles bestimmenden, alles dominierenden Wirtschaft, in der sich alles um Geld, um Geld verdienen, um Arbeit, ums Arbeiten dreht.
Wo Menschen sich aufopfern, erniedrigen fürs Geld, wo Geld und Arbeit überhaupt nicht in Frage gestellt werden, Menschen gezwungen werden zu arbeiten, unser Planet Erde, Mutter Erde verachtet und ausgebeutet wird, zu einem Selbstbedienungsladen der Gier verkommen ist. Wo Tiere zu Nahrungsquellen reduziert werden, wo Kinder nicht Kinder sein dürfen, wo Wildnis nicht Wildnis sein darf, wo Wälder zu einem Forst und Felder und Wiesen zu Agrarland, zu Wirtschaftsflächen vergewaltigt werden, wo Naturschützer bestimmen was leben darf und was nicht, wo Menschen sich bekriegen, wo...
All das hat nichts mit Leben, mit dem Leben zu tun, all das ist nichts anderes als eine Selbstverarschung, als eine Verachtung von uns selbst – als eine Kultivierung der Arroganz und somit der Dummheit, also eine Kultivierung der Trennung, der Trennung von Mensch und Natur, vom Leben selbst und dadurch eine Kultivierung des Leidens.
„Lebt, geniesst euer Leben in vollen Zügen und wenn die Demut, die Ohnmacht an eure Tür klopft, dann öffnet.“
Bild © Tierpark Bad Mergentheim |












